Ich bin Bernd, ein Kabarettist, Musiker, und Fernsehmoderator, der es liebt, durch Humor und Musik eine Brücke zu seinem Publikum zu bauen. Meine Karriere ist geprägt von zahlreichen Auftritten, Shows und Projekten, die mir immer wieder die Gelegenheit geben, mit Ihnen in Verbindung zu treten und gemeinsam zu lachen.

Doch abseits der Bühne und der Kameras gibt es noch eine weitere Leidenschaft in meinem Leben: die Liebe zum guten Essen. Die traditionelle deutsche Küche hat es mir besonders angetan, begleitet von einem feinen Glas Wein. Diese kulinarischen Genüsse sind für mich ein Stück Lebensfreude und ein Ausdruck der Kultur, die ich sehr schätze.

Man nimmt sich ja an Silvester gerne ganz tolle Sachen für das neue Jahr vor. Regelmäßig joggen gehen, dreimal die Woche ins Fitness-Studio, keinen Alkohol trinken. Und dann beginnt das neue Jahr. Dieser Köter sitzt morgens schon beim Aufstehen neben deinem Bett. Ihr kennt den, das ist dieser dicke dunkelgraue Hund mit den schlappen Ohren, dem der Sabber nur so aus der Schnauze läuft. Das ist der innere Schweinehund, der macht innerhalb von ein, zwei Wochen die ganzen guten Vorsätze zunichte.

Ich hatte für dieses Jahr eine ganz tolle Idee. Ich möchte wieder mehr lesen. Wenn ich ein Buch in die Hand nehme, lese ich normalerweise so fünfzig Seiten, aber dann beißt dir bestimmt wieder der blöde Hund in den Umschlag. Ich habe mich mit mir selbst auf dreißig Seiten geeinigt. Und ja, das klappt.

Ich habe für meine 10.000 Schritte auch so eine lustige Ausnahme. Wenn ich von Hamburg nach Hause fahre, sitze ich wahrscheinlich fünf, sechs Stunden hinter dem Lenkrad. Dann habe ich auch keine Lust mehr, noch ein paar tausend Schritte zu gehen. Das macht auch nix. DA greift meine 5-Tage-Regel. Ich schaffe die Schritte fast immer, aber wenn es nicht klappt? Macht nix! So ein „Cheat Day“ ist erlaubt, aber Vorsicht: fünf Tage sind Pflicht.

Auf diese Weise habe in diesem Jahr schon „Abschied“ von Sebastian Haffner, „Wenn die Sonne untergeht“ von Florian Illies, „Mütter“ von Herman van Veen und „Jetzt gerade ist alles gut“ von Stephan Schäfer gelesen. Auf Facebook zeige ich regelmäßig, welches Buch ich gerade lese. Da haben auch schon einige geschrieben, dass sie mitmachen. Prima, dann viel Spaß beim Schmökern.

Bernd Stelter präsentiert zwei Bücher vor der Kamera, aufgenommen in einem Arbeitszimmer mit Büchern im Hintergrund.
Bernd Stelter steht an einem Flussufer und macht ein Selfie, neben einem Uferweg mit Blick auf Wasser, Bäume und Himmel.

Toller Artikel!

Ein wunderbarer Abend in Dinslaken – mit viel Applaus, einem bestens gelaunten Publikum und einer richtig schönen Kritik in der Presse. Jetzt den ganzen Artikel lesen.
(Fotocredit: Michael Schaefer)

 

Wenn man auf dem Dorf groß geworden ist, weiß man Dinge, die ein Stadtkind nicht weiß. Ich weiß z.B. „Frühschoppen“ hat mit Einkaufen nichts zu tun. Ich weiß, die berühmte Regel „Kein Bier vor vier“ bezieht sich auf’s Lebensalter, nicht auf die Tageszeit. Und ich weiß noch viel mehr. Ich kann ein Lied davon singen…

„Mode, Mord und Meeresrauschen“

Tosender Applaus brandete auf, als das Model durch den roten Vorhang trat, Elani de Boer. Sie trug einen Traum von Hochzeitskleid, schneeweiß, dazu einen Schal aus geblümter Spitze, der kunstvoll um das Dekolleté drapiert war. Das Kleid erinnerte an eine zeeländische Tracht, nur nicht in klassischem schwarz, in blütenweiß. Als sie den roten Vorhang wieder erreicht hatte, drehte sie sich noch einmal zum Publikum. Sie lächelte.

In diesem Moment ertönte aus den Lautsprechern eine sonore Baritonstimme: „Marc van de Velde, möchten Sie die hier anwesende Elani de Boer zu ihrer Braut erwählen.“ Aus dem Publikum war ein hundertfaches „Ja!“ zu hören, als der Star-Designer durch den roten Vorhang trat. Sein roter Samtsmoking hatte fast den gleichen Farbton wie der Vorhang. Nur das viele Blut, das ihm aus dem Rücken sickerte, war eine Nuance dunkler. Er ergriff mit der rechten Hang den Vorhang, er stürzte nach vorn, riss den Vorhang herunter und lag im nächsten Moment auf dem Laufsteg. Jeder sah den Griff der großen Schneiderschere, die ihm jemand bis zum Scharnier in den Rücken gestoßen hatte.

Piet van Houvenkamp, Inspecteur der Politei von Middelburg, war auf dem Weg nach Breskens. Isabelle hatte ihn eingeladen, auf zwei Flaschen Rotwein. Nach zwei Flaschen Wein kann man nicht mehr fahren. Er würde bei Isabelle übernachten. Zum ersten Mal. Der Anruf seiner Assistentin Annemieke ereichte ihn, als er gerade im Tunnel unter der Westerschelde war. Er hätte das miese Telefon einfach an die Tunnelwand werfen sollen, aber ein Piet van Houvenkamp tut halt seine Pflicht. Und jetzt hat er nicht nur ein Problem. Er hatte einen Mordfall in Middelburg. Er hatte eine schöne Frau in Breskens versetzt. Und dann waren da ja noch diese fünf bekloppten Deutschen Camper, die ihn bei seinen Ermittlungen so tatkräftig unterstützen.

„Reg Dich nicht auf! Gibt nur Falten.“
Worüber regen wir uns nicht alles auf? Über das Knöllchen an der Windschutzscheibe, die langsame Kassiererin an der Supermarktkasse, über die Bundesregierung und über das Wetter. Wenn wir uns ärgern, wenn wir zornig sind, dann gräbt sich die Glabellafalte zwischen den Augenbrauen tief in unsere Haut. Diese miese Furche nennt man auch Zornesfalte. Deswegen sagt man ja auch: „Erst Glabella, dann fliegen Teller.“
Diese Falten graben sich ganz tief in unsere Gesichtshaut ein, und dann sieht es jeder: das ist aber ein angenehmer Zeitgenosse, der mäht seinen Rasen garantiert in der Mittagsruhe. Der schmeißt seinen Papiermüll immer Deine Tonne. Und der hat ein ganz tolles Hobby: Falschparker aufschreiben.
Wenn man sich ständig aufregt, gibt es nicht nur Falten. Es ist so ungesund für das Herz wie Bluthochdruck oder Nikotin. Wir sollten uns nicht so oft aufregen. Aber wie kriegt man das hin? Bernd Stelter hat da einige sehr gute Tipps.
Wie kann man gelassener Auto fahren? Wie soll man sich denn nicht über die Schlange an der Supermarktkasse aufregen? Und dann mäht der schon wieder in der Mittagspause seinen Rasen.
Wenn wir lachen, verbessert sich unser Hautbild. Mit einem Lächeln im Gesicht werden wir für unsere Mitmenschen attraktiver. Das andere Geschlecht fühlt sich zu uns hingezogen. Und Lachen ist gesund. Die Lunge wird trainiert, das Gehirn kriegt eine Sauerstoffdusche.
„Reg’ dich nicht auf, gibt nur Falten!“ heißt das neue Programm von Bernd Stelter. Es gibt eine Menge zu Lachen. In zwei Stunden werden Falten geglättet, das Hautbild verbessert und die Mundwinkel nach oben gezogen. Es ist quasi eine Zwei-Stunden-Beauty-Behandlung ganz ohne Botox und nervige Schönheitschirurgen.
Es geht um Freundlichkeit. Es wird puppenlustig und nachdenklich, poetisch und sehr musikalisch. Lachfalten und Gänsehaut. Bernd Stelter eben.